Angst vor Messen ?

Am ersten Tag hatte ich Sie gefragt, ob Sie Angst haben, regelmässig den Blutzucker zu messen. Solche Ängste begegnen mir oft. Sie sind auch verständlich. Denn viele denken "jetzt bin ich krank". Das Gegenteil ist richtig. Sie sind, vor allem wenn Sie jünger als 70 sind, in der Regel nicht krank, sondern Sie haben eine Chance. Nämlich die Chance, etwas über Ihren Körper zu erfahren. Deshalb sollten Sie das Messen auch nicht "verstecken".
"Seht", signalisieren Sie Ihrer Umwelt, "ich weiss mehr über meinen Körper als Ihr". Das brauchen Sie ja nicht lauthals zu sagen. Aber denken können Sie es schon, denn es macht Sie stark. Also ist das Messen etwas, das Ihnen Selbstvertrauen gibt, weil Sie nun souverän mit Ihrem Körper umgehen.

Wer schreibt, wird aktiv

Viele messen und wundern sich, dass der Zucker nicht sinkt. Das kann er auch nicht. Messen allein ändert noch nichts. Erst wenn die Resultate aufgeschrieben werden – und wenn dann danach gehandelt wird, dann passiert etwas. Sie leben "ereignisgesteuert", wie es die Experten nennen; essen also beispielsweise weniger, wenn die Werte hoch sind.
Begleitend zu diesem Programm sollten Sie jeden Tag Ihre Werte Ihre Blutzuckerwerte in Ihrer Tabelle einzutragen. Es gibt hierzu natürlich auch Tagebücher von Unternehmen im Diabetes-Bereich, von Apotheken, in denen Sie Ihre Werte dokumentieren können.
Und ganz Fortschrittliche wählen unter einem breiten Angebot an elektronischen Dokumentationen, wo dann ganze Messprotokolle am Computer angefertigt werden können.

Wussten Sie, dass wir ein "Darmhirn" haben ?

Das ist viel älter als unser "Hirn-Gehirn" – und viel grösser. Es kann bis zu acht Meter lang werden. In diesem Hirn entstehen die Gefühle, wird ganz wörtlich das Glück gebildet, weil ein Grossteil des Glückshormons Serotonin dort produziert wird. Also, hören Sie auf Ihren Bauch.


70 Schritte

Zählen Sie einfach mal halblaut: "Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn". Und nun laufen Sie einfach weiter, sprechen erst wieder vor sich hin bei "20, 30, 40, 50, 60, 70". So haben Sie noch ein klein wenig Gripsgymnastik.

© Nutzungshinweise zum 60-Tage-Programm
Anmeldung zur Erinnerungsmail für das 60-Tage-Programm Gemeinsam Gegen DiabetesDeutsche Diabetes-StiftungSchweizerische Diabetes-Stiftung