Wein senkt das Diabetes-Risiko

Es gibt auch gute Nachrichten für Diabetiker: Eine heißt, trockener Wein wirkt sich positiv auf den Zuckerspiegel aus. Das liegt daran, dass der Wein die Neubildung von Zucker in der Leber vermindert. "So kann der tägliche Genuss von 50 bis 300 ml Wein dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit des Diabetes-Ausbruchs zu halbieren", sagt Dr. med. habil. Richard Klatt. Der Baden-Badener Arzt empfiehlt gesunden Menschen als tägliche Obergrenze zwei Viertele für Männer – und die Hälfte für Frauen. Übrigens: Prof. Martin empfiehlt genau die Hälfte.

Zusätzliche Argumente sprechen ebenfalls ganz besonders bei Diabetikern für Wein: Einige seiner Inhaltsstoffe wirken antioxidativ, erhöhen damit die Fließeigenschaften des Blutes und den Anteil des gefäßschützenden HDL-Cholesterins.
Aber wie gesagt, besonders gut gelingen diese Effekte mit trockenen Weinen. Wobei nicht immer trocken drin ist, wo trocken drauf steht. So haben manche "trockene" Deutsche bis zu 9 Gramm Restzucker, was rund zwei Würfelzuckern entspricht.

Gute trockene, alkoholarme und bezahlbare Weine gibt es etwa bei dem Moselwinzer Alois Schneiders vom Josefshof in Pommern (02672/2550).

Link-Tipp: Wandern auf dem Weinpfad in der Weinregion Vully (CH)

Sequentiell essen

Ein hochtrabender Begriff, der etwas ganz einfaches beschreibt: Nicht alles auf einmal essen. Also etwa ein Wurstbrot in fünf Teile schneiden – und jedes Teil im Abstand von einigen Minuten sehr langsam gekaut essen. Das gibt dem Körper die Chance, erste Signale der Sättigung zu empfangen.
Allerdings funktioniert dieser Mechanismus nur, wenn sich nicht schon ein Heißhunger aufgestaut hat. Aber der ist ja durch die gestern beschriebene Praxis des "Fünf mal täglich" ausgeschlossen.
Eine sehr schöne Variante von sequentiell essen ist auch ein mehrgängiges Menü. Dabei wird ein bestimmte Menge Nahrung über einen längeren Zeitraum verteilt.

330 Schritte

"Sprechtempo" empfehlen die Experten. Damit meinen Sie, nur so schnell zu gehen, dass man nicht außer Atem kommt, sich noch unterhalten kann. Kann, nicht muss.

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