KÖRPERLICHE AKTIVITÄT

Joggen
“Bewegen Sie sich ...

Tennis
... mindestens ...

Schwimmen
... 3 x 30 Minuten ...

Wandern
... pro Woche.”

Bewegungsarmut ist ein Risikofaktor für Herz- und Kreislauferkrankungen.

 
Vermehrte körperliche Aktivität führt dazu, dass das Insulin besser wirken kann
und so eine bessere Blutzucker-Kontrolle erreicht wird. Die körperliche Aktivität wirkt sich auch positiv auf den Blutdruck, den Cholesterinspiegel und die Insulinresistenz aus. Eine wesentliche Gewichtsreduktion ist zwar nicht zu erwarten; ein einmal erreichtes tieferes Körpergewicht kann aber besser stabilisiert werden.

Zur Erhaltung oder Verbesserung der Gesundheit genügt eine körperliche Aktivität von relativ geringer Intensität. Sie muss aber regelmässig sein und im Prinzip lebenslänglich aufrecht erhalten werden. Jede körperliche Aktivität hat einen positiven Effekt.

Bewegung beginnt im Alltag.

Bereits das Verzichten auf Lift und Rolltreppen, regelmässige Gartenarbeit oder das Spazieren gehen mit - oder ohne - Hund unterstützen Ihre Gesundheit. Es muss kein Leistungssport sein, sondern allein mit mehr Aktivität im Alltag können Sie viel erreichen.

Durch bewusste Aktivität (Treppe statt Lift, Fahrrad statt Auto, Rausgehen statt Fernsehen, ...) verbessern Sie nicht nur Ihre körperliche, sondern auch Ihre geistige Gesundheit. Probieren Sie es aus !

Bewegen Sie sich mindestens 3 x 30 Minuten pro Woche, besser täglich 30 bis 60 Minuten. Führen Sie in der ersten Zeit ein "Bewegungsprotokoll" für sich selbst, indem Sie Ihre Aktivitäten notieren. Wenn die bewussten Aktivitäten für Sie "alltäglich" geworden sind, können Sie darauf natürlich verzichten.

Vor, während und nach körperlicher Aktivität sollte bei einer Behandlung mit Sulfonylharnstoffen, Gliniden oder Insulin der Blutzucker häufiger gemessen werden.

Dauerhaft aktiv bleiben

Setzen Sie realistische Ziele

Vorsätze, die nicht einzuhalten sind, machen ein schlechtes Gewissen und demotivieren. Starten Sie mit kleinen Schritten und weiten Sie Ihre Aktiviäten angemessen aus. Suchen Sie sich aus der Vielfalt der angebotenen Sportarten die aus, die Ihnen Spass macht und Sie zur regelmässigen Aktivität motivert.

Führen Sie Aktionstage ein

Ein bis dreimal pro Jahr sollten Sie klare Verhältnisse schaffen und radikal aufräumen. Das gilt für den Kühlschrank ebenso wie für Keller und Wohnzimmer. Indem Sie so Ihre Gewohnheiten durchbrechen, tanken Sie Kraft und Energie für alle anderen Lebensbereiche.

Überlisten Sie sich selbst

Nur Massnahmen, die einfach umzusetzen sind, können im Alltag bestehen. Beispiel Sportschuhe: Stehen sie griffbereit im Flur, werden sie sehr wahrscheinlich auch benutzt. Dasselbe gilt für den Inhalt des Kühlschranks: Gesunde Lebensmittel ganz nach vorn räumen, denn dorthin greift man zuerst!

WHO-Rapport zur Bewegungsarmut

  • 60% der Weltbevölkerung sind zu wenig aktiv (< 30 min «mässige» Aktivität/Tag)
  • 10% bewegen sich überhaupt nicht!
  • 10–15% der Diabetesfälle sind allein auf Bewegungsarmut zurückzuführen
  • Schlechte Fitness bei 18–30-Jährigen: 6 x häufiger Diabetes!
  • Kinder sind in Industriestaaten 70% weniger aktiv als vor 30 Jahren