BLUTZUCKER

Jeder Mensch hat Zucker im Blut, und zwar Traubenzucker oder - so der Fachausdruck - Glukose. Sie ist die Hauptenergiequelle für den Körper. Natürlich kann auch Fett zur Energiegewinnung herangezogen werden - schliesslich verfügt jeder Mensch über mehr oder weniger grosse Fettdepots. Vor allem aber für die Nervenzellen ist Traubenzucker unverzichtbar.

Damit immer genügend, andererseits aber auch nicht zu viel der kostbaren Energie im Blut vorhanden ist, versucht der Körper, den Blutzuckerspiegel möglichst in einem konstanten Bereich zu halten (zum Beispiel nüchtern zwischen 60 und 100 mg/dl (3,4 bis 5,6 mmol/l) zu halten.

Steigt der Blutzuckerspiegel höher - wie nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit -, so wird Insulin freigesetzt, das den Zucker in die Körperzellen einschleust oder aber in der Leber einspeichert.

Von dort wird er immer dann in die Blutbahn abgegeben, wenn Energie benötigt wird. Das ist der Fall

  • bei vermehrter körperlicher Beanspruchung,
  • aber auch in der Zeit zwischen den Mahlzeiten,
  • auch nachts, weil die Körperzellen - ganz besonders die Nerven - rund um die Uhr Energie verbrauchen.

Beim Diabetes steigt durch das fehlende oder ungenügend wirkende Insulin der Blutzuckerspiegel an. Die je nach Diabetestyp unterschiedliche Behandlung hat nun die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel in vernünftigen Bahnen zu halten.

Blutzuckergrenzwerte nach den Diabetes-Leitlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG)
Blutzuckergrenzwerte nach den Diabetes-Leitlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG)

Blutzucker normal –
kein Zucker im Urin

Der gesunde Mensch produziert genug eigenes Insulin; der Blutzucker bleibt auch nach einer zuckerhaltigen Mahlzeit konstant (zwischen 4.0–6.1 mmol/l oder 72–110 mg/dl).


Blutzucker zu hoch –
Zucker kann im Urin auftreten

Sie produzieren als Diabetiker zu wenig Insulin. Der Blutzucker steigt bei Ihnen über 7.0 mmol/l (126 mg/dl) an. Bei Blutzuckerwerten über 10 mmol/l (180 mg/dl) gelangt Zucker in den Urin.


Die wesentlichen Risikofaktoren für Diabetes:


Gemeinsam Gegen DiabetesDeutsche Diabetes-StiftungSchweizerische Diabetes-Stiftung