Jeder Mensch hat Zucker im Blut, und zwar Traubenzucker oder - so der Fachausdruck - Glukose. Sie ist die Hauptenergiequelle für den Körper. Natürlich kann auch Fett zur Energiegewinnung herangezogen werden - schliesslich verfügt jeder Mensch über mehr oder weniger grosse Fettdepots. Vor allem aber für die Nervenzellen ist Traubenzucker unverzichtbar.
Damit immer genügend, andererseits aber auch nicht zu viel der kostbaren Energie im Blut vorhanden ist, versucht der Körper, den Blutzuckerspiegel möglichst in einem konstanten Bereich zu halten (zum Beispiel nüchtern zwischen 60 und 100 mg/dl (3,4 bis 5,6 mmol/l) zu halten.
Steigt der Blutzuckerspiegel höher - wie nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit -, so wird Insulin freigesetzt, das den Zucker in die Körperzellen einschleust oder aber in der Leber einspeichert.
Von dort wird er immer dann in die Blutbahn abgegeben, wenn Energie benötigt wird. Das ist der Fall
- bei vermehrter körperlicher Beanspruchung,
- aber auch in der Zeit zwischen den Mahlzeiten,
- auch nachts, weil die Körperzellen - ganz besonders die Nerven - rund um die Uhr Energie verbrauchen.
Beim Diabetes steigt durch das fehlende oder ungenügend wirkende Insulin der Blutzuckerspiegel an. Die je nach Diabetestyp unterschiedliche Behandlung hat nun die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel in vernünftigen Bahnen zu halten.