BLUTZUCKER-SELBSTKONTROLLE

Blutzuckermessen ist heute ein Kinderspiel

Mit Blutzucker-Selbstkontrollen können Sie den Erfolg Ihrer Behandlung unmittelbar überwachen. Selbstmessungen sind dann sinnvoll, wenn daraus Konsequenzen für die Therapie gezogen werden.
Die Blutzucker-Selbstmessung ist heute einfach, es stehen verschiedene Blutzucker-Messgeräte zur Verfügung. Alle Geräte haben Vor- und Nachteile, die Handhabung will geübt sein.
Nicht jedes Gerät ist für jeden Anwender geeignet. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Diabetesfachfrau beraten.

Regelmässige Selbstkontrollen machen den informierten Diabetiker sicher und selbständig.

Ausführung

1 Tropfen Blut genügt pro Messung
  1. Waschen Sie sich die Hände.
  2. Stechen Sie sich mit einer Stechhilfe seitlich in eine Fingerbeere. Gewisse Messgeräte brauchen so wenig Blut, dass Sie auch an anderen Stellen des Körpers stechen können, z.B. am Daumenballen.
  3. Ein Blutstropfen wird auf das Reaktionsfeld eines Teststreifens gegeben oder vom Teststreifen direkt aufgesogen. Die Messung mit dem Messgerät beginnt. Das Ablesen des Resultates ist (je nach Gerät) nach 5–30 Sekunden möglich.
  4. Tragen Sie das Resultat in Ihr Tagebuch ein.

Wann und wie oft soll der Blutzucker gemessen werden ?

Dafür gibt es keine allgemein gültige Regel. Besprechen Sie diese Frage mit Ihrem Arzt.
Wenn neu mit Tabletten behandelt wird, und generell bei jeder Umstellung der Therapie, sollten regelmässige Blutzuckermessungen durchgeführt werden, z.B. vor jeder Hauptmahlzeit und vor der Bettruhe. Zur «Feineinstellung» kann es sinnvoll sein, einige Male auch Messungen 2 Stunden nach dem Essen durchzuführen. Bei guter, stabiler Stoffwechselkontrolle können Sie die Häufigkeit der Blutzuckerkontrollen in Absprache mit Ihrem Arzt wieder reduzieren.

Zusätzliche Blutzucker-Messungen sollten Sie je nach Bedarf durchführen, zum Beispiel vor einer Autofahrt, vor, während oder nach körperlicher Aktivität, bei Krankheit oder um eine Hypoglykämie zu erkennen.


ZUCKERNACHWEIS IM URIN

Bei hohem Zuckergehalt des Blutes (über ca. 9–11 mmol/l oder 162–198 mg/dl) tritt Zucker im Urin auf. Die Niere kann den Zucker nicht mehr zurückhalten.
Mit Kontrollen des Urins auf Zucker-Ausscheidung kann deshalb der Stand der Krankheit grob beurteilt werden. Findet sich häufig und viel Zucker im Urin, so ist Ihr Diabetes schlecht eingestellt. Der Nachweis von Zucker im Urin ist mit Teststreifen ganz einfach. Die Urinzucker-Messung ist allerdings bedeutend weniger genau als jene des Blutzuckers.


Ausführung

Urinzucker messen
  1. Die Teststreifen werden kurz in den Urinstrahl oder 2 Sekunden in den Urinbecher gehalten.
    Je nach Zuckergehalt verfärbt sich der Streifen unterschiedlich.
  2. Nach 1-2 Minuten (je nach Teststreifen) wird das Resultat abgelesen und mit der Farbskala auf der Packung verglichen.

Wann wird der Urinzucker gemessen ?

Falls es für Sie sinnvoll ist, überhaupt noch Urinzucker-Messungen durchzuführen, wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, zu welchen Zeiten Sie den Urin kontrollieren sollen.
Je nach Situation ist es wichtiger, den Zucker im Urin vor oder nach dem Essen zu untersuchen.
Zudem kann das Resultat verschieden sein, je nachdem, ob Sie den «Sammelurin» untersuchen (Urin, der seit einigen Stunden in der Blase ist) oder den «Frischurin» (den in der letzten halben Stunde produzierten Urin, nachdem Sie zuvor die Blase entleert haben).

In der Regel messen heute fast alle Diabetiker den Blutzucker selbst. 

Eine erfolgreiche Diabetes-Behandlung basiert auf Teamwork: